„The Subtle Art of Not Giving a F*ck“ von Mark Manson

Rezensionen: Kennen Sie…? | 12/2025

Dies ist eine Art von Buch, das ich normalerweise nicht lese: ein typisch amerikanisches Selbsthilfe-Buch. Locker geschrieben mit vielen persönlichen Anekdoten. Der Autor ist kein renommierter Denker oder Professor, sondern ein extrem erfolgreicher Blogger. Und dennoch hat mich der Inhalt so beschäftigt, dass das Buch inzwischen voller blauer Lesefähnchen steckt.

Der vollständige Titel lautet: „The Subtle Art of Not Giving a Fck – A Counterintuitive Approach to Living a Good Life.“
Besonders beeindruckt hat mich das letzte Kapitel „…And Then You Die“. Darin fasst Manson eine der zentralen Thesen von Ernest Beckers „The Denial of Death“ zusammen, das 1974 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. Becker argumentiert – wie auch andere Psychologen, etwa Irvin D. Yalom – dass das Bewusstsein des unvermeidlichen Todes unser Handeln stark prägt. Laut Becker versuchen wir, Unsterblichkeit durch „immortality projects“ zu erreichen, also Projekte, die die Erinnerung an uns auch nach unserem Tod sichern: Stiftungen, Bücher oder auch die eigenen Kinder.

Buchrezension: The subtle art of not giving a F*ck

Manson entwickelt diesen Gedanken dahingehend weiter, dass die bewusste Annahme der eigenen Sterblichkeit uns auf wunderbare Weise ermöglicht, uns zu fokussieren und unser Handeln zu priorisieren. Diese Kernthese ist die Grundlage für seine konkreten Empfehlungen für eine bewusste, unabhängige und gleichzeitig empathische Lebensführung.

Drei Themen seien beispielhaft genannt:

  •  „The Value of Suffering“ (Kapitel 4): Angesichts der Tatsache, dass Leid im Laufe eines Lebens unvermeidlich ist, sich die Frage zu stellen, wofür man bereit ist zu leiden.
  • „You Are Wrong About Everything“ (Kapitel 6): Die Empfehlung, sich der Grenzen des eigenen Wissens nicht nur bewusst zu sein, sondern zu erkennen, dass vermeintliche Sicherheit neue Erkenntnisse verhindert – und damit persönliche Entwicklung einschränkt.
  • „You Are Always Choosing“ (Kapitel 5): Die Aufforderung, die Verantwortung für das, was man im eigenen Leben erfährt, zunächst bei sich selbst zu suchen. Das ist anstrengend, stärkt aber die eigene Wirksamkeit – persönlich wie beruflich.

Letztlich besteht die Kunst der Lebensführung darin, bewusst zu entscheiden, „what to give a fuck about“ – also sehr selektiv zu wählen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit, Energie und Zeit verwenden.

PAD|DA|XUM [Substantiv, neutrum, Plural Paddaxa]:
Impuls für neue Perspektiven und klare Entscheidungen. Strukturiert, fundiert und persönlich.

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Minimalistische Zeichnung: Person sitzt an einem Schreibtisch, mit der rechten Hand hält sie einen Telefonhörer und telefoniert, mit der linken Hand hält sie einen Stit und schreibt etwas. Vor der Person steht ein Laptop. Im Hintergrund steht ein Bücherregal.