Co-Intelligence – Working and Living with AI

Rezensionen: Kennen Sie…? | 12/2024

„Co-Intelligence – Working and Living with AI“ von E. Mollick, der auf spannende und unterhaltsame Weise der Frage nachgeht, wie KI und menschliche Intelligenz optimal kombiniert werden können.

Der Titel „Co-Intelligence“ ist hierbei Programm. Ethan Mollick, Associate Professor an der Wharton Business School, argumentiert, dass nur die Kombination von menschlicher und künstlicher Intelligenz nachhaltig Mehrwert stiften kann. Er differenziert hierbei verschiedene Rollen, die die KI spielen kann u. a. als kreative Hilfe, als Kollege, als Tutor / Professor und als Coach und illustriert diese mit eingängigen Beispielen aus seiner Forschung und Lehre.
Hanna Ritchies „Not the end of the world“

In der Rollenkonstellation von KI als Kollege schildert Mollick beispielsweise, wie die Nutzung von KI sich auf Tätigkeiten der Strategieberatung BCG auswirkt. Hierbei wurden ganz klassisch zwei Kontrollgruppen gebildet – eine mit KI-Nutzung und eine ohne. Wie zu erwarten, hat die Gruppe mit KI deutlich bessere Ergebnisse abgeliefert als die, die KI nicht genutzt hat. Der spannende Teil der Ergebnisse liegt hier in den Details u. a. dass die KI die durchschnittliche Performance massiv steigert (unabhängig von der Qualifikation) und die Teilnehmer dazu tendierten, Ergebnisse vollständig zu übernehmen, mit den damit verbunden Risiken.

co-intelligence

Mollick formuliert hierfür vier hilfreiche Prinzipien:

„Always invite AI to the table“: KI-Lösungen in verschiedenen Kontexten ausprobieren, auch wenn die Erfolgsaussichten zunächst gering erscheinen.

„Be the human in the loop“: Jede Nutzung von KI generierten Ergebnissen bedarf einer Kontrolle durch einen Menschen. Übrigens ein zentraler Punkt, bei dem sich die Autoren der drei rezensierten Bücher einig sind.

„Treat AI like a person and tell it what kind of person it is“: Natürlich ist eine KI keine Person, aber wir interagieren mit der KI wie mit einem Menschen und sollten die Rolle klar definieren.

„Assume this is the worst AI you ever use“: Die Botschaft hier ist zweigeteilt d. h. einerseits argwöhnisch gegenüber den Ergebnissen einer KI-Analyse zu bleiben und gleichzeitig auf bessere Ergebnisse zu hoffen.

Diese auf den ersten Blick einfach wirkenden Empfehlungen sind charakteristisch für „Co-Intelligence“, da es dem Autor generell gelingt, die Diskussion fundamentaler Aspekte des Umgangs mit KI mit sehr praktischen und für Entscheider relevanten Handlungsempfehlungen zu verknüpfen.

PAD|DA|XUM [Substantiv, neutrum, Plural Paddaxa]:
Impuls für neue Perspektiven und klare Entscheidungen. Strukturiert, fundiert und persönlich.

Let’s talk!

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Minimalistische Zeichnung: Person sitzt an einem Schreibtisch, mit der rechten Hand hält sie einen Telefonhörer und telefoniert, mit der linken Hand hält sie einen Stit und schreibt etwas. Vor der Person steht ein Laptop. Im Hintergrund steht ein Bücherregal.